03.09.2017 - FC Biberist : FC Wangen 2:2 (2:1)

Ein mehr als verdienter Punkt für Wangen

Mit dem 2:2 im Kantonalderby zwischen Aufsteiger Biberist und Absteiger Wangen können nur die Gastgeber zufrieden sein.

von Edgar Straumann

Nur gerade Torhüter Marco Häfliger ist vom letztjährigen 1.Liga-Team des FC Wangen übrig geblieben. So ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass die neu formierte Mannschaft Zeit und Geduld braucht, sich zu einer harmonierenden Einheit zu finden. Im Gegensatz zum FC Biberist, welcher seine Aufstiegsmannschaft halten konnte, ist schnell einmal auszurechnen, wo die Vorteile in diesem neu entstandenen Kantonalderby lagen.

Dies war denn auch gleich nach Spielbeginn unzweideutig feststellbar. Die alles andere als in Bestbesetzung angetretenen Wangner wirkten äusserst nervös und brauchten einige Zeit, um sich zu finden. So gesehen kam der Führungstreffer der Gäste doch eher überraschend, der praktisch mit ihrem ersten Angriff zustande kam.

Rouven Corti, diesmal auf dem rechten Aussenverteidiger Posten eingesetzt, tankte sich durch bis zur Grundlinie durch, flankte vors Tor, wo Nico Ferrari goldrichtig stand und Moreno Blum bezwingen konnte.

Die Freude bei den Besuchern dauerten allerdings nicht lange. Die zwangsläufig erneut umgestellte Abwehrreihe zeigte Unsicherheiten, welche in der 15. Minute durch Roman Rüegsegger schonungslos zum Ausgleichstor ausgenützt wurde. Mit zunehmender Spieldauer fanden sich die Wangner immer besser und hätten in der 25. Spielminute erneut in Führung gehen müssen. Douglas Tardin stand alleine vor dem gegnerischen Torhüter und konnte sich die Ecke aussuchen, stattdessen wählte er die schlechtere Variante und zielte den Ball genau auf den Torsteher.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit jubelten die Einheimischen, wobei ihrem Führungstor ein böser Makel anhaftete. Ein Biberister Spieler beging knapp ausserhalt des Wangner Strafraumes mit dem ausgefahrenen Arm ein klares Handspiel. Unerklärlich, weshalb der unmittelbar auf gleicher Höhe stehende Assistent dieses Vergehen seinem Chef, der nichts gesehen haben wollte, nicht signalisierte. Wie dem auch sei, erneut war es Roman Rüegsegger, der die Verwirrung zum 2:1 ausnützte.

Nach dem Seitenwechsel schickte Trainer Juan Castro gleich zwei neue Spieler aufs Feld. Luis Filipe Da Silva und Valdimiro Cuinjinca ersetzten die angeschlagenen Sergio Valencia und Nico Schmid. Und siehe da. Der FC Wangen spielte wie verwandelt. Die zweiten 45 Minuten wickelten sich praktisch nur noch in der Platzhälfte der Gastgeber ab. Einen Einstand nach Mass feierte „Valdi“ der nach längerer Verletzungspause zu seinem Comeback kam. Nach etwas mehr als einer Stunde liess er seine Gegenspieler stehen und gab auch Moren Blum keine Abwehrchance. Beim 2:2 blieb es, obschon die Gäste drückend überlegen waren. Fünf Minuten vor Schluss vergab Douglas Tardin seine zweite Grosschance was gleichbedeutend mit dem Auslassen des Matchballes war.

Trainer Juan Castro sah denn auch zwei verlorene Punkte. „Schade, dass dem 2:1 eine klare Regelwidrigkeit vorausging. Meinem jungen Team mache ich aber ein Kompliment, dass es sich dadurch nicht verunsichern liess, sondern im Gegenteil, sich zu steigern wusste“.

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