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Abstieg besiegelt – doch die Spieler des FC Wangen verabschiedeten sich in Ehren

von Edgar Straumann — Nordwestschweiz

Nach der 0:2-Niederlage beim Gruppensieger Luzern II ist der Abstieg des FC Wangen nun endgültig besiegelt.

Eine über zwanzigjährige Ära geht zu Ende. Die Saison 2016/17 war wohl für den FC Wangen für den Moment die letzte Zugehörigkeit zur höchsten Amateurliga der Schweiz. Ein Abstieg tut immer weh, ganz besonders, nachdem der FC Wangen zu den traditionsreichen Erstligisten gehörte.

Jedenfalls mehr weh, als damals, als der FCW erstmals von der zweiten in die erste Liga aufgestiegen war und nach nur einem Jahr wieder relegiert wurde. Auch das zweite Gastspiel dauerte dann wiederum nur ein Jahr. Doch dann fasste man Fuss und erlebte etliche Highlights mit dem Ausstieg in die damalige National Liga B im Jahre 2000.

Zweimal noch betritt der FC Wangen die Aufstiegsspiele in die zweithöchste Landesliga. Tempi passati. Auf der Chrüzmatt werden inskünftig kleinere Brötchen gegessen.
Punkte während der Saison verloren

Im Nachhinein fragt man sich immer, wie es so weit kommen konnte, dass man nun als Zweitletzter der Gruppe 2 den Weg zurück antreten muss. Eines sei vorweg genommen: An der Qualität der Spieler lag es ganz bestimmt nicht, haben sie doch auch im aller letzten Spiel auf der Hubelmatte in Luzern gegen den souveränen Gruppensieger bewiesen, dass sie durchaus mithalten konnten.

Das zweite Tor der Luzerner fiel erst in der Nachspielzeit, als die Besucher nochmals alles in den Angriff warfen, dabei das Risiko eines Konterangriffes in Kauf nahmen und daran prompt  scheiterten. Grundsätzlich hätte es ja gar nicht so weit kommen dürfen, dass im allerletzten Spiel über Sein oder Nichtsein die Würfel fallen würden. Über die ganze Saison gesehen wurden mehrmals die nun fehlenden Punkte, zugegeben auf teils auch unglückliche Art und Weise, vergeben.
Drei Trainer

Ein Punkt soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Nicht weniger als drei Trainer versuchten während der abgelaufenen Saison, aus dem vorhandenen Spielermaterial eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, was, wie sich nun herausstellte, nicht gelang.

Selbst ein FC Sion, der immerhin einen millionenstarken Boss im Rücken hat, kann in dieser Beziehung kaum mithalten! Wie es nun beim FC Wangen weiter gehen wird, wird die Zukunft weisen. Doch selbst in der 2. Liga interregional, in welche der FC Wangen nun relegiert wird, weht bekanntlich ebenfalls ein rauer Wind, obschon es hier wieder echte Rivalen Kämpfe geben würde.
Zwei Trinkpausen wegen Hitze

Doch noch ein paar Worte zum Spiel. Die Gastgeber konnten es sich leisten, auf nicht weniger als zehn Spieler zu verzichten oder verzichten zu müssen. Kein Problem für die Zentralschweizer, umfasst doch die Kaderliste nicht weniger als 27 Namen.

Dem gegenüber zeigte sich erneut das zu schmale Wangner Kader bei 17 Akteuren, mit drei zu verkraftenden Absenzen, als zu klein. Doch die letzten Mohikaner verkauften ihre Haut so teuer wie nur möglich. Bei Brutofenhitze, es wurde zweimal eine Trinkpause eingeschaltet, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gastgeber wurden ihrer Favoritenrolle nur ansatzweise gerecht.

Die erneut umformierte Wangner Abwehr fand stets ein Mittel, die rasch vorgetragenen Angriffe erfolgreich zu unterbinden. Eine Schwachstelle konnten die Besucher auch diesmal nicht verbergen. Zu oft endete ein Angriff schlussendlich mit einem Fehlzuspiel. Das torlose Halbzeitresultat war grundsätzlich ein Spiegelbild der Darbietungen beider Teams.

Alles versucht

Zur zweiten Halbzeit musste Interimstrainer Bejtush Rrustolli für den durch einen Ellbogencheck kurz vor Halbzeit verletzte Churlinov neu Gustavo einwechseln. Die bislang beste Wangner Chance vergab in der 59. Minute Patrik Gjidoda. Sein Abschlussversuch fiel aber zu harmlos aus, um Enzler im Luzerner Tor bezwingen zu können.

Wenig später verhinderte Marco Häfliger auf der Gegenseite mit einem Big Save ein sicher scheinendes Tor. Doch gegen den daraus entstandenen Corner war er machtlos. Der aufgerückte Verteidiger Njau konnte ungehindert einköpfeln.

Nach gaben sich die Wangner nicht geschlagen und versuchten in der Endphase das Rad noch zu wenden. Erfolglos, wie sich zeigte. Doch auch mit einem Sieg wäre der Abstieg nicht mehr zu verhindern gewesen, siegte doch der bisher punktgleiche FC Sursee, aber mit dem besseren Torverhältnis, daheim gegen den FC Schötz.

Adresse

  • FC Wangen bei Olten
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